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Trendvorsprung.

Methodik · Regel v1, eingefroren am 04.08.2026 · gilt für alle 329 Themen

Nach welcher Regel wir einstufen

Jede Themenseite zeigt eine Empfehlung: Rein, Rein mit eigenem Blickwinkel, Abwarten, Finger weg. Welche Stufe ein Thema bekommt, entscheidet keine Meinung und kein Einzelfall, sondern die Regel auf dieser Seite. Sie ist am 4. August 2026 eingefroren worden und steht seitdem unverändert. Genau deshalb lässt sie sich rückwärts über die Historie testen, mit allen Fehlgriffen.

Die Regel im Wortlaut

Die Empfehlung folgt einer festen, offengelegten Regel (Version v1, eingefroren am 04.08.2026), keine Einzelfall-Meinung, keine Zeitprognose. Gerechnet wird ausschließlich aus den Zahlen, die zu jedem Thema auf seiner Seite stehen: Jahreswachstum, Momentum und Kurve.

Wortlaut der Stufennamen am 06.10.2026 vereinheitlicht (vorher REIN MIT DIFFERENZIERUNG, WARTEN/EVERGREEN, ZENIT ÜBERSCHRITTEN), Schwellen und Rechnung unverändert.

REIN: Jahreswachstum > +80 % und Momentum (letzte 3 Monate vs. Vorjahr) > +20 %.

REIN MIT EIGENEM BLICKWINKEL: Jahreswachstum > +20 %.

ABWARTEN: Jahreswachstum zwischen -15 % und +20 %.

FINGER WEG: Jahreswachstum < -15 %.

ZENIT-PRÜFUNG: Diese Prüfung geht allen anderen vor, nur FINGER WEG bleibt stehen, weil es schärfer warnt. Liegt das Mittel der letzten drei Monate unter 55 % des höchsten je gemessenen Monats UND zugleich unter 85 % des Quartals davor, gilt der Trend als über seinem Zenit und steht auf ABWARTEN, auch wenn der Jahresvergleich noch stark aussieht. Ein einmaliger alter Ausschlag soll keine Einstiegsempfehlung tragen. Auf der Stufe ABWARTEN gibt es keinen starken Jahresvergleich zu überstimmen, dort genügt neben den 55 %, dass die Kurve sich nicht erholt (unter 100 % des Quartals davor). Ein Thema, das weit unter seinem Höchststand steht und sich nicht erholt, hat keine verlässliche Dauernachfrage, sondern einen abgeklungenen Ausschlag. Wächst ein Thema um mehr als 20 % zum Vorjahr und hat es ein Saisonmuster, lag seine Spitze also in allen drei Jahren des Saisonprofils (2023 bis 2025) im selben Monat oder direkt daneben und erreicht sie mindestens das 1,5-fache eines üblichen Monats, vergleicht die Prüfung die letzten drei Monate mit denselben Monaten des Vorjahres statt mit dem Höchststand. Sonst gälte jedes Saisontal als Zenit.

Saisonale Muster (Spitzenmonat > 2,2× Monatsmittel) werden bei der Erkennung nicht als Trend gewertet. Dieselbe Erkennungsregel wurde rückwärts über die gesamte Historie getestet, Ergebnis inkl. aller Fehlgriffe auf der Scoreboard-Seite.

Was die Regel nicht tut

Sie sagt nicht, wann ein Trend seinen Höhepunkt erreicht, und sie nennt keine Umsätze. Sie beantwortet eine engere Frage: Lohnt der Einstieg in dieses Thema jetzt noch, gemessen an der eigenen Nachfragekurve? Themen unter 300 Suchen im Monatsmittel kommen gar nicht erst ins Register, weil die Kurve darunter zu sehr rauscht, um eine Aussage zu tragen.

Fehlt bei einem eigenen Begriff der Vorjahreswert, gibt es keinen Jahresvergleich und deshalb keine Stufe nach dieser Regel. Statt der Empfehlung steht dann „Neu, noch kein Vorjahresvergleich“. Das ist eine Anzeige, keine Einstufung. Betroffen sind etwa Neuerscheinungen wie ein neues Gerät oder eine neue Softwareversion. Sie stehen nicht automatisch im Register; mit Pro prüfst du sie in der Werkstatt als eigenen Begriff.

Was davon rückwärts getestet ist

Getestet ist die Erkennungsregel: der Teil, der entscheidet, welcher Suchbegriff überhaupt als Trend markiert wird. Sie ist rückwärts über die gesamte erhobene Historie gelaufen, über 684 bewertete Fälle, und das Ergebnis steht offen, samt der Begriffe, bei denen sie danebenlag. Trefferquote und Fehlgriffe im Scoreboard →

Die vier Empfehlungen darüber sind keine zweite Prüfung, sondern die Einordnung dessen, was die Erkennung markiert hat. Sie rechnen aus denselben Größen, nach den Schwellen oben, und sie werden mit jedem Datenlauf neu bestimmt. Wer die Trefferquote liest, liest also die Güte der Erkennung, nicht die der Empfehlung.

Die Phasen-Ampel ist die Empfehlung, die jede Themenseite zeigt. Sie ist eine Einordnung der Suchdaten und keine Zusicherung eines Ergebnisses.

Woraus die 300 ausgewählt werden

Die Regel sagt, wer aufgenommen wird. Sie sagt nichts darüber, woraus ausgewählt wird, und das ist die häufigste Fehllesart des Index. Gemessen wird nicht das deutsche Suchvolumen, sondern ein Feld von derzeit 65.743 beobachteten Suchbegriffen. Automatisch bewertet, mit Kurve und Einstufung, sind davon 56.130; aus ihnen wird ausgewählt. Dieses Feld entsteht aus Saatbegriffen je Themenfeld, und es ist absichtlich ungleich tief: Wo sich das Graben gelohnt hat, wurde weitergegraben.

Wie ungleich, sagt eine Zahl: Auf das größte Themenfeld, Gesundheit & Medizin, entfallen 6.143 der 56.130 bewerteten Begriffe, also rund das 2,5-Fache eines durchschnittlichen Feldes. Nicht, weil dort am meisten gesucht würde, sondern weil dort am tiefsten gegraben wurde: Dieses Feld startete mit 16 Saatbegriffen, die meisten anderen mit sechs.

Von den bewerteten Begriffen bleiben danach wenige übrig. Von 56.130 Begriffen erfüllen 809 überhaupt die Aufnahmebedingungen, und daraus werden die 300 mit dem höchsten Rang.

Begriffe mit Jahreszahl, etwa „kindergeld 2026 auszahlungstermine“, nehmen wir weder in den Trendindex noch in die Datenbank auf. Ihr Vergleich zum Vorjahr misst vor allem den Wechsel der Jahreszahl. Den Begriff ohne Jahr führen wir weiter, hier „kindergeld auszahlungstermine“. Suchbegriffe, die einer einzelnen lebenden Person gelten, zählen nicht für den Trendindex. Welche das sind, steht in einer gepflegten Liste mit Begründung je Eintrag. In der Datenbank bleiben sie sichtbar und tragen das Etikett „Person“.

Daraus folgt eine Grenze, die wir lieber selbst nennen: Der Trendindex taugt, um einzelne Suchbegriffe zu finden und zu prüfen. Jede seiner Zahlen gilt für den Begriff, an dem sie steht. Er taugt nicht als Aussage darüber, welche Branche in Deutschland am stärksten wächst; wer das aus ihm abliest, liest die Saatliste. Dasselbe gilt für den Eindruck, kleine Begriffe wüchsen schneller als große: Innerhalb des Index ist das so, weil die Rangformel Wachstum mit der Wurzel des Volumens gewichtet und damit kleine, schnell wachsende Begriffe nach vorn holt. Über alle bewerteten Begriffe hinweg gibt es diesen Zusammenhang nicht.

Die Regel an einem Thema

Wie das aussieht, steht auf jeder Themenseite: Empfehlung, Begründung aus den eigenen Zahlen und der Verweis hierher. Frei lesbar zum Beispiel bei Padel, Omega 3 und Kindergeld-Auszahlungstermine. Welche Stufe ein Thema trägt, entscheidet in allen drei Fällen dieselbe Rechnung, nicht unsere Meinung über das Thema.

Die Beitragsart: welcher Beitrag zu einem Thema passt

Neben Rubrik und Empfehlung trägt jedes kuratierte Thema eine Beitragsart. Sie beantwortet die Frage, die sich ein Creator vor der Arbeit stellt: Was gebe ich zu diesem Thema ab, einen Einstieg, eine Anleitung, einen Vergleich, ein Update oder eine Warnung? Beim heutigen Datenstand verteilen sich die 329 Themen so: Einstieg 58, Anleitung 44, Vergleich 71, Update 204, Warnung 67. Themen mit einer zweiten Beitragsart zählen dabei zweimal.

Die Beitragsart sagt, welche Art Beitrag ein Thema gerade trägt. Sie folgt einer festen, offengelegten Regel (Version v1 vom 15.09.2026), ist bewusst grob und wird mit jedem Datenlauf neu gerechnet. Jedes Thema bekommt eine Beitragsart und höchstens eine zweite.

WARNUNG: Die Empfehlung nach der Regel oben lautet Finger weg, oder sie lautet Abwarten, weil der Zenit überschritten ist. Dann gilt nur diese Art.

EINSTIEG: Der Verlauf auf der Themenseite ist explodierend, und das gleitende Jahresmittel erreichte vor weniger als 18 Monaten zum ersten Mal 50 % des heutigen. Die Datenreihe muss weit genug zurückreichen, um das zu belegen.

UPDATE: alle übrigen Themen. Ihr Verlauf ist nicht explodierend, sie sind schon länger gefragt, oder die Datenreihe ist zu kurz, um ein junges Alter zu belegen.

ANLEITUNG, als zweite Beitragsart: Der Verlauf auf der Themenseite ist steigend oder explodierend, das Thema hat im Mittel mindestens 1.000 Suchen im Monat, und mindestens 15 % der Suchen nennen eine Tätigkeit oder eine Vorlage, zum Beispiel erstellen, beantragen, Anleitung, Rechner oder Formular.

VERGLEICH, als zweite Beitragsart: Mindestens 15 % der Suchen nennen ein Vergleichswort, eine Marke oder „kostenlos“, zum Beispiel Test, Alternative, beste, Erfahrungen oder günstig. Eine Marke in einer Handlungsfrage zählt nicht, und „lassen“ macht aus einer Tätigkeit die Suche nach einem Anbieter. Die Frage nach dem Preis selbst (Preis, Kosten) zählt nicht als Vergleich.

Treffen Anleitung und Vergleich beide zu, gilt die mit dem größeren Anteil, bei Gleichstand die Anleitung. Die Anteile rechnen mit dem Suchvolumen der letzten zwölf Monate je Suchbegriff. Setzt die Redaktion eine Art von Hand, steht das auf der Themenseite dabei. Die Beitragsart ist nicht rückwärts getestet und kein Maßstab der Chancen-Garantie.

Die Beitragsart sortiert nur nach der Art des Beitrags. Ob sich ein Thema lohnt, sagt weiterhin die Empfehlung. Die Regel liest nur die Suchbegriffe und die Kurve. Sucht jemand nur den Namen eines Werkzeugs, erkennt sie darin keine Anleitung; für solche Fälle kann die Redaktion die Art von Hand setzen. Im Register lässt sich die Beitragsart mit der Rubrik verbinden, etwa Anleitungen in Energie & Haus.

Der Saisonkalender: wann welche Themen anziehen

Wir teilen jeden Monatswert durch das Mittel der zwölf Monate um ihn herum. So zählt Wachstum nicht als Saison. Aus den Jahren 2023 bis 2025 ergibt sich ein Profil mit zwölf Werten. Ein Thema kommt in den Kalender, wenn sein stärkster Monat in allen drei Jahren im selben Monat oder direkt daneben lag.

Trendthemen brauchen dazu eine Spitze von mindestens dem 1,5-fachen eines üblichen Monats, im Schnitt mindestens 300 Suchen im Monat, das Abzeichen „steigend“ oder „explodierend“ und ein Wachstum von mehr als 20 % zum Vorjahr. Saisonthemen brauchen mindestens das 2-fache, mindestens 5.000 Suchen im Spitzenmonat, im Schnitt mindestens 500 Suchen im Monat und dürfen zum Vorjahr um höchstens 15 % fallen. Ein Saisonthema fasst Suchbegriffe zusammen, die dasselbe meinen, und rechnet mit ihrer Summe. Meldet Google für zwei Schreibweisen in den letzten 24 Monaten Monat für Monat dieselben Zahlen, zählt nur eine.

Der Anstieg ist der Monat, ab dem die Nachfrage bis zur Spitze ohne Unterbrechung mindestens auf dem Jahresmittel liegt, höchstens sechs Monate vor der Spitze. Deine Inhalte sollten bis Ende des Monats davor stehen. Im Kalender stehen alle Themen, die die Regel erfüllen, geordnet zuerst nach der Stufe der Deutlichkeit (ab 3,0 sehr deutlich, ab 2,0 deutlich, ab 1,5 erkennbar), dann nach den Suchen im Spitzenmonat. Mit jedem Datenlauf rechnen wir neu. Erfüllt ein Thema die Regel dann nicht mehr, verlässt es den Kalender.

Saisonthemen gehören nicht zum Themenindex und zählen in keiner Themenzahl dieser Seite. Es gibt sie nur im Saisonkalender und auf ihren eigenen Seiten. Die Monate sind ein historisches Muster, keine Vorhersage. Zum Saisonkalender →