Methodik · Regel v1, eingefroren am 04.08.2026 · gilt für alle 264 Themen
Nach welcher Regel wir einstufen
Jede Trendseite trägt eine Ampel: rein, rein mit Differenzierung, warten, Finger weg. Welche Stufe ein Thema bekommt, entscheidet keine Meinung und kein Einzelfall, sondern die Regel auf dieser Seite. Sie ist am 4. August 2026 eingefroren worden und steht seitdem unverändert — genau deshalb lässt sie sich rückwärts über die Historie testen, mit allen Fehlgriffen.
Die Regel im Wortlaut
Die Empfehlung folgt einer festen, offengelegten Regel (Version v1, eingefroren am 04.08.2026), keine Einzelfall-Meinung, keine Zeitprognose. Gerechnet wird ausschließlich aus den Zahlen, die zu jedem Thema auf seiner Seite stehen: Jahreswachstum, Momentum und Kurve.
REIN: Jahreswachstum > +80 % und Momentum (letzte 3 Monate vs. Vorjahr) > +20 %.
REIN MIT DIFFERENZIERUNG: Jahreswachstum > +20 %.
WARTEN/EVERGREEN: Jahreswachstum zwischen -15 % und +20 %.
FINGER WEG: Jahreswachstum < -15 %.
ZENIT ÜBERSCHRITTEN: Diese Prüfung geht allen anderen vor, nur FINGER WEG bleibt stehen, weil es schärfer warnt. Liegt das Mittel der letzten drei Monate unter 55 % des höchsten je gemessenen Monats UND zugleich unter 85 % des Quartals davor, gilt der Trend als über seinem Zenit, auch wenn der Jahresvergleich noch stark aussieht. Ein einmaliger alter Ausschlag soll keine Einstiegsempfehlung tragen. Auf der Stufe WARTEN/EVERGREEN gibt es keinen starken Jahresvergleich zu überstimmen, dort genügt neben den 55 %, dass die Kurve sich nicht erholt (unter 100 % des Quartals davor). Ein Thema, das weit unter seinem Höchststand steht und sich nicht erholt, hat keine verlässliche Dauernachfrage, sondern einen abgeklungenen Ausschlag.
Saisonale Muster (Spitzenmonat > 2,2× Monatsmittel) werden bei der Erkennung nicht als Trend gewertet. Dieselbe Erkennungsregel wurde rückwärts über die gesamte Historie getestet, Ergebnis inkl. aller Fehlgriffe auf der Scoreboard-Seite.
Was die Regel nicht tut
Sie sagt nicht, wann ein Trend seinen Höhepunkt erreicht, und sie nennt keine Umsätze. Sie beantwortet eine engere Frage: Lohnt der Einstieg in dieses Thema jetzt noch, gemessen an der eigenen Nachfragekurve? Themen unter 300 Suchen im Monatsmittel kommen gar nicht erst ins Register, weil die Kurve darunter zu sehr rauscht, um eine Aussage zu tragen.
Was davon rückwärts getestet ist
Getestet ist die Erkennungsregel: der Teil, der entscheidet, welcher Suchbegriff überhaupt als Trend markiert wird. Sie ist rückwärts über die gesamte erhobene Historie gelaufen, über 684 bewertete Fälle, und das Ergebnis steht offen, samt der Begriffe, bei denen sie danebenlag. Trefferquote und Fehlgriffe im Scoreboard →
Die vier Ampelstufen darüber sind keine zweite Prüfung, sondern die Einordnung dessen, was die Erkennung markiert hat. Sie rechnen aus denselben Größen, nach den Schwellen oben, und sie werden mit jedem Datenlauf neu bestimmt. Wer die Trefferquote liest, liest also die Güte der Erkennung, nicht die der Ampel.
Die Regel ist auch der Maßstab der Chancen-Garantie: Findet ein Kunde in den ersten 30 Tagen keine drei Themen auf „rein", bekommt er sein Geld zurück. Maßgeblich ist dieser Text, nicht unsere Einschätzung im Einzelfall (Vertragsbedingungen, Ziffer 4).
Woraus die 300 ausgewählt werden
Die Regel sagt, wer aufgenommen wird. Sie sagt nichts darüber, woraus ausgewählt wird, und das ist die häufigste Fehllesart des Index. Gemessen wird nicht das deutsche Suchvolumen, sondern ein erhobenes Feld von derzeit 7.117 Suchbegriffen. Dieses Feld entsteht aus Saatbegriffen je Themenfeld, und es ist absichtlich ungleich tief: Wo sich das Graben gelohnt hat, wurde weitergegraben.
Wie ungleich, sagt eine Zahl: Auf das größte Themenfeld, Recht & Behörden, entfallen 2.546 der 7.117 erhobenen Begriffe, also 36 Prozent. Nicht, weil dort am meisten gesucht würde, sondern weil dort am tiefsten gegraben wurde: Dieses Feld startete mit 16 Saatbegriffen, die meisten anderen mit sechs.
Vom erhobenen Feld bleibt danach wenig übrig. Von 7.117 Begriffen erfüllen 669 überhaupt die Aufnahmebedingungen, und daraus werden die 300 mit dem höchsten Rang.
Daraus folgt eine Grenze, die wir lieber selbst nennen: Der Trendindex taugt, um einzelne Suchbegriffe zu finden und zu prüfen. Jede seiner Zahlen gilt für den Begriff, an dem sie steht. Er taugt nicht als Aussage darüber, welche Branche in Deutschland am stärksten wächst; wer das aus ihm abliest, liest die Saatliste. Dasselbe gilt für den Eindruck, kleine Begriffe wüchsen schneller als große: Innerhalb des Index ist das so, weil die Rangformel Wachstum mit der Wurzel des Volumens gewichtet und damit kleine, schnell wachsende Begriffe nach vorn holt. Über alle erhobenen Begriffe hinweg gibt es diesen Zusammenhang nicht.
Die Regel an einem Thema
Wie das aussieht, steht auf jeder Themenseite: Ampelstufe, Begründung aus den eigenen Zahlen und der Verweis hierher. Frei lesbar zum Beispiel bei Padel, Omega 3 und Kindergeld-Auszahlungstermine. Welche Stufe ein Thema trägt, entscheidet in allen drei Fällen dieselbe Rechnung, nicht unsere Meinung über das Thema.
Die Auftragsart: welcher Beitrag zu einem Thema passt
Neben Rubrik und Ampel trägt jedes kuratierte Thema eine Auftragsart. Sie beantwortet die Frage, die sich ein Creator vor der Arbeit stellt: Was gebe ich zu diesem Thema ab, einen Einstieg, eine Anleitung, einen Vergleich, ein Update oder eine Warnung? Beim heutigen Datenstand verteilen sich die 264 Themen so: Einstieg 44, Anleitung 35, Vergleich 64, Update 160, Warnung 60. Themen mit einer Zusatzart zählen dabei zweimal.
Die Auftragsart sagt, welche Art Beitrag ein Thema gerade trägt. Sie folgt einer festen, offengelegten Regel (Version v1 vom 15.09.2026), ist bewusst grob und wird mit jedem Datenlauf neu gerechnet. Jedes Thema bekommt genau eine Grundart und höchstens eine Zusatzart.
WARNUNG: Die Ampel nach der Regel oben steht auf FINGER WEG oder ZENIT ÜBERSCHRITTEN. Dann gilt nur diese Art.
EINSTIEG: Die Phase auf der Themenseite ist explodierend, und das gleitende Jahresmittel erreichte vor weniger als 18 Monaten zum ersten Mal 50 % des heutigen. Die Datenreihe muss weit genug zurückreichen, um das zu belegen.
UPDATE: alle übrigen Themen. Ihre Phase ist nicht explodierend, sie sind schon länger gefragt, oder die Datenreihe ist zu kurz, um ein junges Alter zu belegen.
ANLEITUNG, als Zusatzart: Die Phase auf der Themenseite ist steigend oder explodierend, das Thema hat im Mittel mindestens 1.000 Suchen im Monat, und mindestens 15 % der Suchen nennen eine Tätigkeit oder eine Vorlage, zum Beispiel erstellen, beantragen, Anleitung, Rechner oder Formular.
VERGLEICH, als Zusatzart: Mindestens 15 % der Suchen nennen ein Vergleichswort, eine Marke oder „kostenlos“, zum Beispiel Test, Alternative, beste, Erfahrungen oder günstig. Eine Marke in einer Handlungsfrage zählt nicht, und „lassen“ macht aus einer Tätigkeit die Suche nach einem Anbieter. Die Frage nach dem Preis selbst (Preis, Kosten) zählt nicht als Vergleich.
Treffen beide Zusatzarten zu, gilt die mit dem größeren Anteil, bei Gleichstand die Anleitung. Die Anteile rechnen mit dem Suchvolumen der letzten zwölf Monate je Suchbegriff. Setzt die Redaktion eine Art von Hand, steht das auf der Themenseite dabei. Die Auftragsart ist nicht rückwärts getestet und kein Maßstab der Chancen-Garantie.
Die Auftragsart sortiert nach der Art Beitrag. Ob sich ein Thema lohnt, sagt weiterhin die Ampel. Die Regel liest nur die Suchbegriffe und die Kurve. Sucht jemand nur den Namen eines Werkzeugs, erkennt sie darin keine Anleitung; für solche Fälle kann die Redaktion die Art von Hand setzen. Im Register lässt sich die Auftragsart mit der Rubrik verbinden, etwa Anleitungen in Energie & Haus.